Nach den ersten beiden erfolgreichen Projektdurchläufen der Naturschutzberatungsausbildung wurden dem Projektteam des LPV um Anja Hübner und Krista Dziewiaty weitere ELER- und Landesmittel für einen weiteren Ausbildungslehrgang bewilligt. Die Notwendigkeit für das Angebot an gut ausgebildeten Beratungsfachkräften ist hoch, genau wie die Bereitschaft und das Interesse an diesem Themenfeld am Schnittpunkt zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz mitzuarbeiten! So meldeten sich trotz der sehr kurzen Vorbereitungsphase rechtzeitig 12 Teilnehmende für den Lehrgang an, um zukünftig als Beratungskräfte tätig zu werden bzw. das eigene Beratungsrepertoire zu erweitern.
Und dann war es wieder soweit! Anfang Oktober ging die Ausbildung in die dritte Runde und begann mit einer zweitägigen thematischen Einführung im Klosterstift zum Heiligengrabe. Mit einem Mix aus Theorie und Praxis sollten die Teilnehmenden einen ersten Einblick in ihre zukünftigen Tätigkeitsbereiche als Berater*innen bekommen. So teilten an beiden Tagen mehrere Referent*innen ihre Erfahrungen mit der Gruppe und hielten Fachvorträge, die während der anschließenden Exkursionen auf kooperierenden Landwirtschaftsbetrieben besprochen und praxisnah beobachtet werden konnten.
Nachdem Anselm Ewert von der Unteren Naturschutzbehörde Ostprignitz-Ruppin am Vormittag des ersten Tages über den Handlungsbedarf für Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft referierte, konnten direkt im Anschluss bereits erfolgreich umgesetzte Naturschutzmaßnahmen in Kolrep, Wutike und Bork besichtigt werden. Tags darauf teilten Arne Bilau vom Ökoring Nord e.V. und Anton Hofstätter von der Bela Agrarberatung Ihre Erfahrungen aus der Tätigkeit als Naturschutzberater und begleiteten die Exkursion zum Betrieb von Bettina Teiche in Blumenthal, die ihrerseits von vielen gelungenen Naturschutzmaßnahmen berichten und die vielen Fragen der Teilnehmenden beantworten konnte.
Diese eindrücklichen Einblicke aus der landwirtschaftlichen und beratenden Praxis sollten den Teilnehmenden des Lehrgangs veranschaulichen, welche Möglichkeiten es gibt, wenn eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten besteht. Und dass Umweltschutz nicht nur in ökologische, sondern auch konventionelle Betriebe integrierbar ist! Auf dem konventionell geführten Betrieb von Bettina Teiche wird der Umweltschutz seit Jahren hochgeschrieben, Blühstreifen angelegt, mit Sonderkulturen experimentiert, Gehölze gepflanzt uvm.
Das Fazit der Auftaktveranstaltung lautete: tolle Referent*innen und eine bunt gemischte Ausbildungsgruppe mit verschiedenen Hintergründen und Expertisen, denen vermittelt werden konnte – Dafür sind wir als Berater*innen da!
Weiter geht es bis Jahresende mit den Themen „Regenwürmer und Bodengesundheit“ und „Grundlagen der landwirtschaftlichen Beratung – Kommunikationsmethoden“.


