VA-Bericht | Ökomodellregion meets Ökofilmtour

Am 16.4.2026 lud der LPV gemeinsam mit der Ökofilmtour im Rahmen des Projekts „Ökomodellregion Prignitz-Ruppiner Land“ zu einem Film- und Diskussionsabend in die Temnitzkirche in Netzeband ein. Zunächst sahen die Besucher*innen den Film „Marias Garten – Ein Paradies auf märkischem Sand“, in dem die Erfolgsgeschichte von Maria Gimenez erzählt wird, die durch ihre Pionierarbeit im Bereich Market-Gardening, Agroforst und Direktvermarktung sogar über die Bundesgrenzen hinweg bekannt wurde. Anschließend sprach Projektleiter Henrik Stamer mit drei Podiusmgästen und dem Publikum darüber, inwieweit man hier vor Ort an die Erfolgsgeschichte anknüpfen und welche Schlüsse man für Entwicklungen in der Region Prignitz-Ruppin ziehen kann.

Lisa Lemke, Bio-Junglandwirtin aus Ackerfelde bei Wittstock (https://lieschen.bio/), versucht sich seit einigen Monaten mit der eigenen Direktvermarktung Ihres Bio-Gemüses und war sehr inspiriert vom Film. Gleichzeitig gestalte sich die Vermarktung in der Flächenregion etwas schwieriger als über den Wochenmarkt in Schöneberg, den Maria Gimenez nutzen kann, wofür die Ökomodellregion durch das Erstellen eines Logistik- und Vertriebsnetzwerk Lösungen finden will. Henrik Stamer betonte, dass es viele engagierte Produzenten in der Region gäbe, deren Anliegen es ist unkompliziert und effektiv Ihre Produkte über dieses Vertriebsnetzwerk in die Fläche zu bringen – sie sollen also an unterschiedlichen Punkten (Märkte, Hofläden, Abholstationen) verfügbar werden, ohne dass die Produzenten selbst den logistischen Vertriebsaufwand haben.

Auch Thomas Kresse, Amtsdirektor des Amt Temnitz, hob hervor, welche Aktivitäten es in der Region bereits gäbe und nannte die Initiative „bEsser an der Temnitz“ zur Verwertung von Bio-Lebensmitteln in Schulkantinen des Gemeinde (https://zukunft-aufgetischt.de/Projekt/9/bEsser-an-der-Temnitz). Maria Mundry vom Kreisbauenverband OPR und selbst Landwirtin und Direktvermarkterin von Rindfleischprodukten (https://schwarze-kuh.farm/) wünschte sich mehr Aufmerksamkeit für regional hergestellte Lebensmittel von den potentiellen Abnehmer*innen vor Ort. Das ganze Podium war sich außerdem darin einig, dass man mehr Mut zur Emotionalität haben sollte, um die tollen Produkte zu bewerben und die richtigen Geschichten darüber zu erzählen.

Im Mai findet die erste Logistikrunde der Partnerbetriebe der Ökomodellregion statt, dessen Erkenntnisse bei einer nächsten öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden sollen. Vielen Dank an die Ökofilmtour (https://oekofilmtour.de/) und Ihre Chefin Katrin Springer, die extra aus Potsdam anreiste, um einen neuen Ort auf der langen Liste der Ökofilmtour-Stationen zu besuchen und einen schönen Frühlingsabend in Netzeband zu verbringen!

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