Auf dem 8. Landwirtschaftstag in Menz, der seit 8 Jahren durch den LPV, den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land und die Rheinsberger Preußenquelle GmbH durchgeführt wird, wurde das Thema Naturschutzberatung durch den Projektmitarbeiter für Öffentlichkeit, Konrad Röder, vorgestellt. Der LPV bietet Naturschutzberatungen an, in denen das Artenreichtum von Dauergrünland durch die Kennartenerfassung der ÖR5-Methode analysiert wird. Die Ergebnisse, die betriebsübergreifend digitalisiert und ausgewertet werden, ermöglichen eine Bestandsaufnahme der Artenvielfalt auf Dauergrünland im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Auf dem Landwirtschaftstag wurden die Ergebnisse der Datenerhebung vorgestellt, die seit 2023 vom LPV gesammelt werden. Insgesamt konnten 2025 z.B. 1200 ha Grünland bonitiert werden, was 2,5% des gesamten Grünlandvorkommens in Ostprignitz-Ruppin darstellt. Die Datenerhebung ermöglicht also einen Einblick in den Grünlandbestand des Landkreises. Besonderes Augenmerk bei der Auswertung wurde auf die besonders artenreichen Flächen (10-13 Kennarten) gelegt, deren Nutzen für die ökologische Aufwertung weniger artenreicher und artenarmer Flächen erheblich ist. Wie dieser Schatz gehoben werden kann wurde im Anschluss mit den anwesenden Landwirt*innen und Naturschützer*innen diskutiert.
Ziel des Vortrags war es, dem Thema Naturschutzberatung eine Plattform zu geben und die Ergebnisse einer solchen Beratung den anwesenden Landwirt*innen zu präsentieren. Aber nicht nur für die Landwirtschaftsbetriebe ist eine Beratung interessant. Wenn die vielen Daten, die während der Beratungen erhoben, koordiniert, gesammelt und ausgewertet werden, können auch weitere Ziele und Interessen verfolgt werden, um den Naturschutz voranzubringen. Ziel des Beratungsnetzwerks ist es auszuloten, ob eine Datensammelstelle erstellt werden kann, in dem die Artenvielfaltsanalysen der vielen Berater*innen in Brandenburg gemeinsam ausgewertet werden können, um eine brandenburgweite Bestandserfassung zu ermöglichen. Mit dieser Botschaft schloss der Vortrag und die Veranstaltung, die zum achten Mal in Folge konventionelle und ökologische Landwirt*innen, Naturschutz, Zivilgesellschaft und Verwaltung zusammengebracht hat.